anstiften
bewegen
ermutigen
entfalten
annehmen

Herzlich Willkommen auf den Seiten des Omse e.V.

Im Dresdner Stadtteil Omsewitz liegen unsere Wurzeln.
Als BioTop Kümmelschänke e.V. waren wir im Namen gebenden Lokal und im umliegenden Gelände seit 1990 über viele Jahre aktiv. Als wir uns von dort im Jahr 2000 aufmachten und einen Kindergarten in freie Trägerschaft übernahmen, haben wir uns darum bei der Umbenennung des Vereins im Jahr 2003 bewusst für dieses Kürzel „Omse” entschieden. Im Übrigen kommt „Omse” aus dem Slawischen und bedeutet „Ameise” – was wir als sehr treffend für unser Tun empfinden.

Unsere 5 Leitbegriffe ANSTIFTEN – BEWEGEN – ERMUTIGEN – ENTFALTEN - ANNEHMEN bilden die Basis unseres Handelns. Auf den folgenden Seiten stellen wir die einzelnen Schwerpunkte unserer Arbeit vor und geben einen kleinen Einblick in die Bereiche, die wir gestalten.
Der Omse e.V. ist als Verein Träger von 5 Kindergärten, der Laborschule und dem Kindertreff Puzzle.

Gemäß den Transparenzstandards unseres Dachverbandes, des PARITÄTISCHEN Sachsen, möchten wir unsere Gremien, Mitentscheidungsmöglichkeiten, Formalia und Finanzen transparent und offen darstellen. Die Angaben finden Sie in der Transparenzrichtlinie des Omse e.V.

Brief der Pädagog*innen der Kita "Gorbitzer Früchtchen" an die Kultusministerin Frau Kurth

Die Pädagog*innen der Kita "Gorbitzer Früchtchen" haben an die Kultusministerin Frau Brunhild Kurth einen Brief über die tatsächlichen Auswirkungen der unzureichenden Anhebung des Betreuungsschlüssels in sächsischen Kitas geschrieben.

Sie zeigen anhand einer Berechnung, dass tatsächlich viel weniger Pädagog*innen für die Kinder zuständig sind, als laut Betreuungsschlüssel vorgesehen.
Sie schreiben z.B. "Wenn jeder Pädagoge eines Gruppenbereiches ca. 46 Tage im Jahr nicht anwesend ist, macht das für einen Gruppenbereich 138 Tage im Jahr, in denen nur zwei Pädagogen für 34 Kinder verantwortlich sind. Wie Sie sehen, stimmen Realität und ein Betreuungsschlüssel von 1:12,5 nicht überein.
Da also oft ein/e Erzieher*in fehlt, muss auch unser/e Heilpädagog*in volle Gruppenarbeit leisten und hat weniger Zeit für die Integrationskinder. Dies führt zu Unzufriedenheit und Konflikten, denn auch ein*e Heilpädagog*in hat einen hohen Anspruch an die Arbeit." (Den ausführlichen Brief finden Sie hier.)

Auch der Paritaetische Wohlfahrtsverband Sachsen macht auf diese Misstände aufmerksam.
"Eine Ende Juni 2016  veröffentlichte Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt erneut die Schlusslichtposition Sachsens bei der frühkindlichen Betreuung. Laufende Betreuungsschlüsselverbesserungen im Freistaat sind nur ein kleiner Beitrag zur Qualitätssteigerung. Paritätischer sieht weiteren Handlungsbedarf.

„Einmal mehr landet Sachsen bei der Frage nach der Qualität in Kitas auf den letzten Rängen. Die schrittweise Verbesserung des Betreuungsschlüssels hilft dabei nur wenig und ist in der Praxis kaum spürbar“, stellt Michael Richter, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Sachsen, mit Blick auf die Studie der Bertelsmann Stiftung fest und sagt: „Die Qualität in den Kitas wird durch das überdurchschnittliche Engagement der Erzieherinnen und Erzieher gesichert, aber nicht durch die bestehenden Rahmenbedingungen.“

Selbst wenn die Untersuchung der Bertelsmann Stiftung die aktuellen Änderungen des Personalschlüssels berücksichtigt hätte, bliebe Sachsen im Bundesvergleich unverändert auf dem vorletzten Platz. Allein Mecklenburg-Vorpommern schneidet schlechter ab.

Michael Richter dazu: „Die schrittweise Verbesserung des Betreuungsschlüssels in sächsischen Kitas ist richtig und notwendig. Das Personal braucht jedoch mehr Zeit für die Kinder. In den Kitas brachte der Schritt von 1:13 auf 1:12,5 lediglich 90 Sekunden mehr Zeit pro Kind und Tag. Ernüchternd kommt hinzu, dass in der Realität oft eine Fachkraft für 18 Kinder verantwortlich ist.“

Aus Sicht des Paritätischen Sachsen ist neben dem Betreuungsschlüssel vor allem mehr Zeit für die Vor- und Nachbereitung notwendig. Der Verband schlägt hierfür wöchentlich zwei Stunden pro Erzieher(in) vor. Die Mehrkosten dafür beliefen sich auf rund 40 Mio. Euro jährlich. „In Schulen ist Vor- und Nachbereitungszeit eine Selbstverständlichkeit. In Kitas muss das Personal dies oft in der Freizeit erledigen“, merkt der Landesgeschäftsführer kritisch an.

Die Studie der Bertelsmann Stiftung finden Sie hier: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2016/juni/kita-qualitaet-steigt-aber-unterschiede-zwischen-den-laendern-bleiben-enorm"

Die "Graswurzelinitiative" hat in einem Brief Vorschläge gesammelt, wie Pädagog*innen und Eltern sich wieder stärker in die Diskussion um eine grundlegende Erhöhung des Betreuungsschlüssels einsetzen können. (Näheres dazu finden Sie hier.)

Ein Brief wie dieser der Kita "Gorbitzer Früchtchen" ist ein wichtiger Baustein dafür.
Machen Sie mit!