Omse: Laborschule

DIE LABORSCHULE DRESDEN

Im August 2004 öffnete die Grundschule mit zehn SchĂĽlern und zwei Lehrern. 2008 erfolgte die Anerkennung durch die Bildungsagentur und seit dem Schuljahr 2008/2009 gibt es eine genehmigte Gymnasialstufe. 
Die SchulabschlĂĽsse erfolgen ĂĽber eine Schulfremden-PrĂĽfung.
Die Laborschule ist eine Ganztags- und Gemeinschaftsschule mit einem breit gefächerten Freizeit- programm und vielen Angeboten zum praktischen Arbeiten (Ziel: Förderung des körperlichen und geistigen Ausgleichs sowie der Kreativität).

Pädagogik

Das pädagogische Konzept der Laborschule folgt dem Jena-Plan. Dem herkömmlichen Frontalunterricht, den starren Lehrplänen, Jahrgangsklassen und dem Lehrer als zentraler Autorität wurde 1927 eine Schule neuen Typs entgegen gestellt.
Zu den bis heute gültigen Kerngedanken zählen selbsttätiges Arbeiten, selbstständiges Lernen, altersgemischte Gruppen, Gemeinsinn und Einbeziehung der Eltern. Der Jena-Plan ist kein festes Dogma sondern ein anregendes, pädagogisches Konzept, das sich im Schulalltag bewähren und entwickeln muss.
Seit den 1980er Jahren wurden die Basisprinzipien für eine moderne Jena-Plan- Schule vor allem in den Niederlanden den veränderten Verhältnissen in Gesellschaft und Schulwesen angepasst und weiter entwickelt.

Die Struktur der Schule:
Stufe I:   Klassen 1 – 3
Stufe II:  Klassen 4 – 6
Stufe III: Klassen 7 – 9
Stufe IV:  Klassen 10 - 12

Für alle Stufen steht die Aufgabe, die folgenden pädagogischen Grundsätze aufsteigend umzusetzen:
• ganzheitliches Lernen statt Stoffvermittlung
• Demokratie statt Hierarchie
• Eigenverantwortung statt Fremdbestimmung

Jede Stufe fördert dem Alter entsprechende Fertigkeiten und Kompetenzen. Sie ist charakterisiert durch besondere Funktionen und Schwerpunkte im Bildungsgang.

Stufe I
Ausbildung der grundlegenden Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen) und der Selbstregulationskompetenz (Selbststrukturierung und Lerntechniken)

Stufe II
Vertiefung von Kompetenzen, Aneignung fachspezifischer Kenntnisse in einem größeren Fächerkanon, Beginn der 2. Fremdsprache Spanisch

Stufe III
Fortführung der Arbeit aus Stufe II, zunehmende Verbindung zu außerschulischen Lernorten (Praktika, Workshops), Ergänzung der Bewertung durch Noten

Stufe IV
Klasse 10: Sicherung der Bildungserträge, Orientierung auf die Fortsetzung des Bildungsweges
Klasse 11&12: Erwerb der allgemeinen Studierfähigkeit

Die Schwerpunkte der jeweiligen Stufen bedürfen der Festigung und Weiterentwicklung in den nachfolgenden Stufen und sind somit nicht mit diesen „erledigt“.

Praktisches Arbeiten

Neben den grundlegenden Fähigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens, neben dem kognitiven und sozialen Lernen, ist auch das praktische Arbeiten wichtig für die Entwicklung der Heranwachsenden. In der Laborschule können die SchülerInnen viele Dinge praktisch ausprobieren, um eigene Fähigkeiten besser kennen zu lernen und auszubauen.
In der Stufe I haben die Kinder die Möglichkeit, einen Vormittag in der Woche in Projekten zu arbeiten. Diese sind z.T. an den Lehrplan gebunden („Erntezeit“), bieten einen körperlichen Ausgleich („Zirkus“) oder geben handwerkliche Einblicke („Filzen und Handarbeit“).
Die Projektarbeit wird in Stufe II in Form von ca. 6-wöchigen Kursen fortgeführt, die sich die SchülerInnen selbst wählen können. Die Themen orientieren sich an der Lebenswelt der SchülerInnen: „Streitschlichter“, „Schülerzeitung“, „Theater“, „Handwerken“, „Sport“. Die Ergebnisse werden meist in „Feierstunden“ präsentiert.
In der Stufe III gibt es fĂĽr das praktische Arbeiten die Profile (kĂĽnstlerisch, wirtschaftlich, naturwissenschaftlich). AuĂźerdem wird hier der Schwerpunkt auf die Berufsvorbereitung gelegt.

Freie Lernzeiten

In den freien Lernzeiten organisieren die Schüer ihren Lernprozess selbst. Dies fördert die Eigeninitiative und Eigentätigkeit und soll ihnen ermöglichen, persönliche Stärken, Neigungen und Themen zu entdecken. Hier werden außerdem Unterrichtsinhalte aufgegriffen und vertieft und Forscherthemen erarbeitet. Die Pädagogen sind Lernbegleiter, beobachten und unterstützen.

Vernetzter Unterricht

Durch die Vernetzung von Fachinhalten werden Schubladen geöffnet, die Schüler lernen projekt- und hand- lungsorientiert. Übergreifende Themen werden von verschiedenen Seiten und Fächern aus betrachtet. Am Ende werden die Ergebnisse vorgestellt und präsentiert.

Feierstunden

Präsentationen erfolgen in der Stufe I am Ende der Projekte (für alle Schüler dieser Stufe), ab Stufe II in den Feierstunden (jeweils in den Lerngruppen oder für die Stufe oder für die gesamte Schule). Die Schüler können hier ihre Arbeiten präsentieren – ihre Erfolge werden gewürdigt. Nach dem gemeinsamen Arbeiten wird gemeinsam gefeiert.
Einmal im Vierteljahr gibt es Feierstunden fĂĽr die ganze Schule.

Eltern-Mitwirkung

Die Schule lebt von der Mitarbeit aller Beteiligten, auch und vor allem durch die der Eltern. Neben der Mitgliedschaft im Förderverein dürfen und sollen alle Eltern aktiv an der Gestaltung und Entwicklung der Schule mitwirken. Neben einer sehr aktiven Elternvertretung gibt es Arbeitskreise, in denen sich jeder mit seinem Wissen und Können in die Laborschule einbringen kann, sowie regelmäßige Arbeitseinsätze, in denen dringende Arbeiten in und um die Schule durch die Eltern übernommen werden.In folgenden Bereichen bringen sich Eltern in Arbeits- kreisen ein: Bibliothek, EDV, Finanzen, Fundraising, Kommunikation, Musik, Schulbau, Schulentwicklung, Schulessen, Schulfeste.

Nähere Informationen dazu finden Sie im geschützten Elternbereich.

Dokumente zur Schule:

• Leitbild

• Konzept der Laborschule Dresden (Langfassung, Stand 2012)

• Konzept der Laborschule Dresden (Kurzfassung, Stand 2012)

• Basisprinzipien des Jenaplans

• Biografie Peter Petersen

• Schulordnung

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