SOLARANLAGE AUF DEM DACH DER LABORSCHULE DRESDEN
Stromerzeugung mit der Kraft der Sonne
Am 22.06.2009 wurde der erste Teil der Solaranlage auf dem Dach der Laborschule offiziell in Betrieb genommen. Im Juni 2010 können wir auf ein Jahr störungsfreien Betrieb und 4393 KWh erzeugten Strom zurückblicken. Das sind 934 KWh pro installiertem KWp Leistung. Bei einer Planung von etwa 900 KWh/KWp können wir damit sehr zufrieden sein.
Es wurde die Erzeugung von gut 3 Tonnen CO2 vermieden (das entspricht fast 2 Elefanten!) und eine Einspeisevergütung in Höhe von fast 1.900 € ausgezahlt, die zu einem großen Teil der Laborschule zur Verfügung gestellt wurde. Ein erstes Projekt hat sich in der Laborschule bereits ausführlich mit der PV-Anlage auseinander gesetzt. Im Rahmens der Initiative „Sei ein Futurist“ (www.sei-ein-futurist.de) wurde unser Projekt als Preisträger mit 1.000€ gefördert. Dieses Geld wurde in die professionelle Überwachung der PV-Anlage mit Einstrahlungssensor, Temperatur- und Windsensor investiert, sowie anteilig für die Präsentation der Anlage im Foyer der Laborschule verwendet. Dadurch ergeben sich weitere Möglichkeiten für unsere Schüler, sich intensiv mit der Photovoltaik auseinander zu setzen.
Die Aktion KLIMA! des BildungsCent e.V. (www.klima.bildungscent.de) wurde ebenfalls auf unsere Projekt aufmerksam. Im Rahmen von Interwies und einer Fotosession konnten wir das Projekt unserer Schüler näher erläutern. Als eins von 10 Projekten ist die Laborschule im neu erschienenen KlimaBuch vertreten: www.klima.bildungscent.de/fileadmin/Klima.BildungsCent/Dokumente/KlimaBuch_Download.pdf
(Siehe Seite 46ff, aber natürlich ist auch das ganze Buch sehr interessant)
Prof. Rindelhardt veröffentlicht jedes Jahr im Auftrag des Sächsischen Staatsministerium für Kultus die „Begleituntersuchung zum Betrieb von Photovoltaik-Anlagen auf Schulen in Sachsen“. Unsere Anlage wurde aufgrund der umfangreichen Messdatenerfassung direkt nach dem Start als Referenzanlage in die Studie aufgenommen. Zukünftig werden die erfassten Daten zu Vergleichszwecken für ganz Sachsen in der Studie verwendet werden.
Sogar in die Deutschland-weite Presse haben wir es mit unserer PV-Anlage geschafft. In der „photovoltaik“ (www.photovoltaik.eu), einem der großen PV-Magazine, war in der Ausgabe 11/2009 ein Artikel über Aufständerungssystem für Flachdächer. Unsere Anlage wurde hier als Referenz für das Scirocco System der Fa. hb-Solar genannt (inkl. einem schönen Bild von unserem Schuldach).
Zum Schluss sei den Sponsoren gedankt. Die Fa. Solarwatt (www.solarwatt.de) hat der Schule im Rahmen der Aktion „Sonne auf und in der Schule“ einen Solar-Experimentierkoffer der Fa. Lexsolor (www.lexsolar.de) zur Verfügung gestellt. Dadurch wurde es unseren Schülern ermöglicht, viele spannende Experimente rund um Photovoltaik durchzuführen.
DAS GEBÄUDE
• 2 Flachdächer mit jeweils ca. 1100 m² unverschattet
• vorgesehen für Photovoltaik (PV)-Anlage: 2 mal 650 m² | Südfassade des Gebäudes 200 m² | eventuell Flachdächer der Turnhallen je 500 m²
• gute Ausrichtung aller Dächer: SSW

DER SOLARGENERATOR
• hochwertige monokristalline Solarmodule aus Dresdner Fertigung
• max. Leistung der Gesamtanlage 60 kWp erster Bauabschnitt 2009 11 kWp
• Aufständerung der Solarmodule auf 30° mit dem innovativen Scirocco-System der Firma hb-Solar
• wenig Ballast: kein Durchdringen der Dachhaut
DIE DATENERFASSUNG
• Erfassung wichtiger Daten der Anlage zur Überwachung
• Spannung und Strom auf Gleichstromseite (DC)
• Spannung und Strom auf Wechselstromseite (AC)
• Ausgangsleistung, Energieertrag, Statusmeldungen, Modultemperatur, Einstrahlung und andere Wetterdaten
• Bereitstellung der erfassten Daten auf einem Web-Server
• Verwendung zu Präsentationszwecken, auch im Unterricht oder in Projekten
• Vergleich mit anderen PV-Anlagen
DIE ERTRÄGE
• Vergütung des erzeugten Stroms durch den Energieversorgungsunternehmer (DREWAG) auf Grundlage des „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG): 20 Jahre lang 43,1ct für jede erzeugte KWh Strom
• Produktion von ca. 10.000 KWh Strom mit dem ersten Anlagenteil
• Anlagenteil muss 2009 ans Netz gehen
• jährliche Vergütung der DREWAG: ca. 4.200 € | nach Abzug der Kosten für den Betrieb der Solaranlage und Auszahlung des Investors erhält die Laborschule davon jährlich 2.500 € zur freien Verwendung
• Finanzierung weiterer Anlagenteile durch den Stiftungsfonds „Sonne und Wind“
• Vergütung der DREWAG für 60 kWp-Anlage: ca. 20.000 € pro Jahr | bis zu 15.000 € pro Jahr für die Laborschule.
Aktuelle Anzeige der Ertragswerte zu sehen unter www.laborschule.solardach-dresden.de
DER STIFTUNGSFONDS
Im Januar 2009 wurde durch Familie Leuterer der Stiftungsfonds „Sonne und Wind“ unter dem Dach der Bürgerstiftung Dresden gegründet. Der Stiftungsfonds möchte auf den Dächern von Dresden Gorbitz Solarkraftwerke betreiben, deren Erträge die Bildungsangebote des Omse e.V. (u.a. auch Laborschule) unterstützen. Familie Leuterer hat als Erststifter 22.000 € zur Verfügung gestellt. Weitere 33.000 € für den ersten Anlagenteil auf dem Dach der Laborschule werden durch einen privaten Investor bereitgestellt. Dadurch ist es möglich, bereits im ersten Bauabschnitt eine technisch sinnvolle und ertragsstarke Variante zu installieren. Der Investor erhält 50% des Ertrages seines Solaranlagenteils nach Abzug der Betriebskosten.
Ziel des Stiftungsfonds ist es, möglichst alle weiteren Anlagenteile in Form von Zustiftungen in den Fonds „Sonne und Wind“ zu finanzieren. Vorgesehen sind insgesamt 5 Bauabschnitte der PV-Anlage, für die jeweils ca. 50.000 € benötigt werden. Eltern, weitere Privatpersonen und Firmen für Zustiftungen sind herzlich willkommen!
Um den für die einzelnen Abschnitte benötigten Kapitalstock möglichst zügig und flexibel aufzufüllen, besteht auch die Möglichkeit, Investitionen in die Solaranlage der Laborschule zu tätigen. In diesem Fall bleibt der entsprechende Anlagenteil im Eigentum des Investors. Dieser erhält im Gegenzug 50% des Ertrages seines Anlagenteils nach Betriebskosten (ca. 3,5% der Investitionssumme/Jahr).
Für Fragen zu den Beteiligungsmodellen wenden Sie sich bitte an Verena Leuterer (verena.leuterer@web.de) oder Alexander Marthaus (marthaus@gmx.de). Herr Marthaus steht auch für Auskünfte zu technischen Fragen zur PV-Anlage zur Verfügung.
REGISTRIERUNG ALS STIFTER/ INVESTOR FÜR DIE PV-ANLAGE DER LABORSCHULE
(Bitte gewünschte Beteiligungsform ankreuzen, wenn bereits möglich einen Betrag einsetzen und unterschrieben im Sekretariat der Laborschule, Espenstrasse 3, abgeben oder mit vergleichbarem Inhalt an obige Mail-Adressen schicken. Nach der Registrierung erhalten Sie zu gegebener Zeit per e-Mail weitere Detailinformationen zur gewünschten Beteiligungsform.)
Ein Formular zur Registrierung für den Stiftungsfond finden sie demnächst hier.
Wir bedanken uns für Ihr Interesse und würden uns freuen, wenn Sie diese Idee mit unterstützen!